Portrait
| Meine Kindheit |
| Nach zwei Schwestern und einem Bruder erblickte ich als 4. und jüngstes Kind von Magnus und Annemarie Styger-Marty am 11. Dezember 1978 das Licht der Welt. Meine Kindheit verbrachte ich in der Küngstmatt (Jansernstrasse 31) in 6417 Sattel. Mit gut zwei Jahren probierte ich hinter dem Haus erste „Geh“-versuche auf Skis. Später deuteten die ersten Rennen absolut nicht auf eine zukünftige Skirennläuferin hin. Ich war eher gegen Schluss der Ranglisten anzutreffen. 1988 starb meine älteste Schwester Myriam (15) nach kurzer Krankheit an akuter Leukämie wie im Jahr 2000 Kickboxweltmeister Andy Hug. Mit 13 Jahren (1991) bekam ich zum ersten mal neue Ski und konnte auf Anhieb ein Animationsrennen gewinnen. |
| Berufslehre |
| Ich hatte das Glück nur 300m von meinem Elternhaus entfernt, auf der Gemeindeverwaltung Sattel 1994 bis 1997 die kaufmännische Lehre absolvieren zu können. Obwohl ich schon damals als Skirennfahrerin viel unterwegs war, konnte ich dank dem grossen Entgegenkommen der Mitarbeiter des Lehrbetriebes und des Lehrkörpers der kaufmännischen Berufsschule Schwyz die Lehre auf „normalem Weg“ am 30. September 1997 abschliessen. Noch heute bin ich allen Personen dankbar, die mich während diesen drei harten Jahren unterstützt haben. Seit dem 1. Oktober 1997 ist mein Beruf offiziell Skirennläuferin. |
| Sportliche Laufbahn |
| Schon während der Lehrzeit
stellten sich einige Erfolge ein, was 1995 mit der Aufnahme ins C-Kader
von Swiss Ski belohnt wurde. Als Juniorin konnte ich an den
Junioren-Weltmeisterschaften 1997 in Haus (A) die Bronzemedaille in der
Abfahrt gewinnen. Nachdem ich in der Saison 1998/99 mit einem 20. und 11. Rang mein Debüt im Weltcup gab, kamen danach 3 „magere“ Jahre. Ich war mehrheitlich verletzt und schaute den grössten Teil des Winters den Rennen zu anstatt mitzufahren. Als ich mich zu Beginn der Saison 2001/02 erneut verletzte, nahm ich eine Auszeit und ging für 3 Monate nach Perth, Australien. Ich verbesserte dort mein Englisch und schaute mir die Skiresultate von der Olympiade 2002 auf der anderen Seite der Erde im Internet an. Seit der Saison 2002/03 fahre ich nun mehr oder weniger verletzungsfrei im Weltcup mit und konnte in diesen Jahren 4 Weltcupsiege einfahren, davon 3 im Super-G und einer in der Abfahrt und insgesamt 6 Podestplätze. Bei Grossanlässen habe ich mit einem 4. Rang an der WM in Are, einem 5. Rang an Olympia in Torino und einem 6. Rang an Olympia in Vancouver die Medaillen knapp verpasst. In diesen letzten 8 Jahren gelang es mir viermal beste Schweizerin im Gesamtweltcup zu werden. |
| Das dunkle Kapitel meiner Karriere | |
| 05. Oktober 1997 | Kreuzbandriss, Innenbandriss, Meniskusabriss im rechten Knie. (5 Tage nach Lehrabschluss – was für ein Start in eine Profikarriere!!) - Ausfall ganze Saison 1998/99 |
| Dezember 1998 | Rückenbeschwerden Ausfall Dezember 1998 |
| 19. August 1999 | Bruch von drei Mittelhandknochen der rechten Hand - Ausfall August / September |
| 12. Dezember 1999 | Anriss des Kreuzbandes, Aussenbandüberdehnung, Meniskusquetschung im linken Knie - Ausfall bis Mitte Februar; Rückkehr an der WC-Abfahrt in Are |
| 28. November 2000 | Kreuzbandriss, Knorpelschaden, Meniskusverletzung, Aussenbandverletzung im linken Knie - Ausfall Dezember 2000 bis Mai 2001 |
| 27. Oktober 2001 | Kreuzbandriss im linken Knie - Ausfall November 2001 bis April 2002 |
| Freizeitbeschäftigungen |
| Wenn ich mal zu Hause bin,
verbringe ich meine Zeit gerne mit Volleyball spielen. In der Halle
trainiere ich einmal in der Woche mit dem Volleyballclub Sattel und gehe
ab und zu auch an Matchs oder Turniere (keine Liga) und im Sommer zieht
es mich dann auch aufs Beachvolleyballfeld. Bei schönem Wetter kann es sein, dass man mich im Frühling auf einer Skitour oder dann im Sommer und Herbst auf einer Wanderung antrifft. Zwischendurch bleibt die Zeit auch für eine Töfftour auf meiner Yamaha. Wenn wir zu Hause an einem Sonntag zu viert sind, gibt es denn obligaten Sonntagsjass. Leider sind diese Sonntage relativ rar. |
| Meine sportlichen Ziele |
| Ich darf auf eine erfolgreiche letzte Saison zurückblicken, auch wenn ich das Ziel einer Olympiamedaille leider nicht ganz erreicht habe. Daher bin ich umso motivierter im nächsten Jahr an der Weltmeisterschaft in Garmisch eine Medaille zu gewinnen. Am Weltcupfinale im März in Garmisch konnte ich im Super-G den dritten Platz feiern, was mich umso zuversichtlicher stimmt auf den bevorstehenden Grossanlass. Es wird wohl mein letzter Grossanlass meiner Karriere werden (wenn ich mich dann auch dafür qualifiziere!), denn in der übernächsten Saison wird kein Grossanlass statt finden und in spätestens zwei Jahren ist dann sicher Schluss mit meiner Skirennkarriere. |